Gold handeln an der Börse – XAU/USD
verfasst am 22.03.2009, in Kategorie Allgemein
Ich habe jetzt in meine Gruppe der gehandelten “Währungspaare” ein weiteres Paar aufgenommen: XAU/USD (=Aurum{GOLD} vs. US-Dollar)
XAU/USD drückt den aktuellen Goldpreis an der Börse gegenüber dem US-Dollar aus. Spekulation auf den Rohstoff-Preis also. Diese Art der Spekulation offeriert einige interessante Punkte:
Generell kann man sagen, dass das Gold handeln an der Börse eine etwas größere Geldbörse voraussetz. Die kleinste Handelseinheit ist im Moment bei Oanda eine Unze, was dem aktuellen Wert von ~920 USD entspricht. Der Spread ist auch teilweise hoch bis sehr hoch im Vergleich zu den üblichen Währungen – 50 PIPS Spread ist durchaus je nach Handelszeit relativ normal. Aus dem Grund kann ich das “Scalping” des Goldes nicht wirklich empfehlen, da zuerst eine relativ große Bewegung von statten gehen muss, bevor man überhaupt den Spread ausgeglichen hat und sich mit seiner Position im Gewinnbereich befindet. Allerdings fielen mir auch während der Betrachtung der Gold-Charts einige extreme Spikes auf (bis zu 200 PIPS innerhalb von einer Minute!), die einen enormen Umsatz versprechen. Auf der anderen Seite sind es gerade diese Spitzen, die dafür gesorgt haben, dass einige Trades von mir an den StopLoss geknallt sind und geschlossen wurden. Im schlimmsten Fall war der Ausschlag so heftig, dass der StopLoss-Order erst 100 PIPS später ausgelöst wurde. Also alles in allem sollte man Goldmarkt Vorsicht walten lassen: Die Volatilität ist extrem!
Generell fand ich es vorteilhaft, mir die Charts in verschiedenen Timeframes von M5 über M15 und H1 bis hin zu D1 anzusehen. In den höheren Timeframes bestimme ich die generelle Richtung, in M15 zeichne ich die Unterstützungs- und Widerstandslinien ein und im M5 steige ich in den Trade ein.
Die EMA-Bänder des Hull-Trading-Setups lasse ich hierbei ebenso mitlaufen. Die Bänder der grünen EMA-Gruppe oder der rote EMA 55 kann als Trendlinie verwendet werden. Die Kompressionen der gelben Kurzzeit-EMA-Bänder können immer ein gutes Einstiegssignal in einen bestehenden Trend sein. In Prüfung befindet sich noch, alternativ die original Guppy-EMA-Bänder zu verwenden. In der Hinsicht besteht noch Testbedarf. Ansonsten arbeite ich beim Goldhandel doch eindeutig lieber mit S&R-Lines, Fibonacci-Retracements und Fibonacci-Fächern. Laut John J. Murphy (“Technische Analyse der Finanzmärkte”) soll auch die Elliot-Wellen-Theorie gerade im Goldhandel eine große Bedeutung haben. Elliot-Wellen lassen sich lt. Murphy viele finden, da Gold von vielen Marktteilnehmern beobachtet und gehandelt wird. Ich für meinen Teil konnte diese Theorie aber in den von mir betrachteten Zeitfenstern noch nicht wirklich anwenden.
Summa summarum erscheint es mir recht lukrativ, Gold zu handeln – aber eben nur in einem etwas höheren Timeframe. Sobald ich eine gute Strategie zusammengebastelt habe was sich gut auf den Goldhandel anwenden lässt, werde ich es hier auf jeden Fall posten.
Ansonsten: Wer es noch nicht mitbekommen hat – ich bin mittlerweile auch auf Twitter unterwegs und poste dort meine Aktionen am Markt. Wobei ich das Zwitschern der Scalping-Aktivitäten wahrscheinlich eher lassen werde – allerdings die Trading-Aktivitäten werde ich dort wahrscheinlich noch weiterhin posten. Teilweise finden diese im Demo-Konto statt und teilweise fahre ich da auch echtes Geld (bzw. Gold
) an die Wand. Also wer sich für meine Trades interessiert sollte mir doch einfach auf Twitter folgen!

November 29th, 2009 um 08:20
Hallo
Danke für diesen interessanten Artikel! Ich habe schon oft hier Beiträge gelesen und freue mich immer wieder über die gleichbleibend gute Qualität.
Ich glaube ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Edelmetallen/Rohstoffen und Aktien im Depot ist der Schlüssel zum Erfolg, wobei ich persönlich zu einem Verhältnis von etwa 1 zu 2 zu gunsten der Rohstoffe tendiere
Viele Grüße
Konstantin