RSI Scalping am Forex-Markt
verfasst am 09.02.2009, in Kategorie Strategie
Also ich habe ja erst letztens den RSI für mich entdeckt. Was ich von diesem Oszillator halten soll weiß ich noch nicht so genau, allerdings offeriert er ein paar interessante Trading-Ansätze. So auch eine spezielle Scalping-Technik, über die ich erst kürzlich hier gestolpert bin.
Wenn man dem obigen Verweis folgt, kommt man auf eine englischsprachige Seite in der ein Trading- bzw. Scalping-Ansatz verwendet wird, der eigentlich nur auf RSI basiert. Man benötigt dazu folgendes Setup:
Chart: …mit beispielsweise Candlesticks
Timeframe: irgendetwas zwischen 30S und 5M
Oszillator: RSI(14,70,30)
Das war’s auch schon. Jetzt wartet man ab, bis der RSI z.B. einen überkauft-Bereich anzeigt (d.h. Werte >= 70 anzeigt). Dann eröffnet man einen Short-Trade mit TakeProfit-Ziel von beispielsweise 10 PIPS. Da der Kurs immer dazu tendiert, den überkauft- oder überverkauft-Bereich zu verlassen und nach Kursspietzen immer eine Korrektur bzw. ein Retracement erfolgt, setzt danach die Bewegung in die gewünschte Richtung ein. Long-Positionen werden genau an entgegengesetzten Punkten eröffnet: Also wenn der RSI unter 30 im überverkauft Bereich zu finden ist.
Ich persönlich habe diese Strategie noch nicht eingesetzt, aber durch meine letzten Scalping-Sessions mit RSI erscheint es mir sehr plausibel, dass diese Strategie so funktioniert. Allerdings würde ich selbige erweitern:
Und zwar einen Trade würde ich erst dann eröffnen, wenn der RSI die Grenze bei 70 bzw. 30 wieder passiert oder zumindest wenn er sich aus den Extrembereichen wieder in Richtung mitte bewegt (er kann auch ruhig noch im Extrembereich sein – aber die Richtung des Kurses in Richtung des zu eröffnenden Trades muss bereits angedeutet sein). Dieser Punkt wurde auch teilweise in den Kommentaren zu dieser Strategie angesprochen. Was nicht angesprochen wurde, ist folgender Punkt:
Ich würde parallel noch einen Momentum-Oszillator mitlaufen lasse. Zum Beispiel einen Momentum(7). Dieser drückt nämlich besser die Volatilität aus. Den Oszillator würde ich zur Bestimmung des TakeProfit-Ziels benutzen. D.h. wenn der RSI einen überkauft-Bereich anzeigt, sich der RSI wieder aus diesem Bereich heraus auf die 70 zu bewegt und das Momentum beispielsweise 0,0021 anzeigt, würde ich den Momentum-Wert durch 2 teilen um das TakeProfit-Ziel zu erhalten (in diesem Falle wären das dann 21 / 2 = 10,5 PIPS).
Das dient dazu, dass man evtl. in einem nicht so volatilen Markt nicht einen zu hoch gesetzten TakeProfit annimmt oder in einem sehr volatilen Markt nicht schon zu früh den Trade schließt. Vielleicht muss man am Teiler noch etwas rumschrauben – vielleicht ist ein Teiler von 3, der ein eher defensives Trading verspricht, die lohnenswertere Variante. Einfach mal ausprobieren!
Den StopLoss würde ich dann auf den selben Wert wie den Take-Profit setzen oder vielleicht reicht auch ein Wert der halb so groß ist wie das TakeProfit-Ziel. Man sollte aber recht schnell sehen, ob der Trade etwas wird (dann laufen lassen bis der TP erreicht wird) oder eben nicht (dann sofort raus).
Diese Strategie habe ich bis dato noch nicht ausprobiert, aber es scheint mir eine ganz gute Scalping-Strategie zu sein. Die müsste man mal im Demo-Konto traden. Am besten zwischen 14:00 und 18:00 Uhr – dann, wenn es auf dem Forex-Markt so richtig rund geht. Wenn Ihr die Strategie ausprobiert habt oder eine ähnliche Strategie verwendet, dann würde ich mich über einen Kommentar freuen!

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