Scalping als Unterkategorie des Daytradings
verfasst am 26.01.2009, in Kategorie Allgemein
Wenn ich hier vom Scalping rede (bzw. schreibe
), dann ist damit nicht die Kursmanipulation gemeint, die auch mit dem Begriff “Scalping” bezeichnet wird. Diese kommt zwar auch der eigentlichen Bedeutung des englischen Verbs “to scalp” = skalpieren ergo “das Fell über die Ohren ziehen” (und zwar den Leuten, die die Wertpapiere kaufen) nahe, hat aber absolut nichts mit dem hier beschriebenen Forex Scalping zu tun….
Wenn ich hier den Begriff Scalping verwende, dann ist damit lediglich eine Abgrenzung in (hauptsächlich) zeitlicher Hinsicht vom Swing- oder “Long Term”-Trading gemeint. Der Scalper hält seine long oder short-Positionen nur sehr kurze Zeit. Einige Sekunden bis mehrere Minuten. Bei mir kommt es vor, dass ich die Positionen auch durchaus noch viel länger offen halte, allerdings ist in der Regel spätestens nach 50 Minuten Schluss – dann wird der Handel geschlossen. Vom klassischen Daytrader unterscheidet den Scalper eigentlich nur, dass die Positionen nicht so lange gehalten werden bzw. das Positionen auch nicht mehr als ein paar PIPS ins Negative rutschen dürfen. Denn dann wird der Handel besser schnell geschlossen. Wenn der Trader im Daytrading vielleicht auch eine Korrekturbewegung mit seiner Positionen mitmacht und ausharrt ist beim Scalper meistens schon nach kurzer Zeit “Feierabend”.
Keine Verluste machen ist die oberste Devise. Das erklärt auch, die etwas höheren Positionsgrößen eines Scalpers im Vergleich zu zum Beispiel einem SwingTrader. Um beim Scalping Geld aus ein paar PIPS Gewinn (abzüglich dem Spread) zu machen, ist ein bedeutend höherer Kapitaleinsatz nötig. Das Nachkaufen in einem bestehenden Trend ist auch eher unüblich und so muss gleich bei Eröffnung der Position ein hoher Geldbetrag investiert werden damit nach ein paar PIPS noch ein paar Euro übrigbleiben. Es liegt auf der Hand, dass dadurch ein engerer StopLoss (ob nun im Order definiert oder einfach nur “mental”) erforderlich ist. Wobei ich diesen auch eher mental im Hinterkopf behalten – da zu enge StopLoss-Punkte kurz nach Eröffnung der Position gerne “abgegriffen” werden, nur damit sich der Kurs dann, nachdem er den StopLoss ausgelöst hat, wieder in die erwartete Richtung bewegt…
Aber ich schweife ab und fasse nochmal zusammen: Scalping hat nichts mit Kursmanipulation, StGB und einer Straftat zu tun. Eher mit kurzem, schnellen, gezieltem Trading. Reingehen – PIPS abstauben – und gleich wieder raus. So macht man das!

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