FOREX Scalper’s Blog

Tradingsystem mit EMA, MACD und RSI

verfasst am 04.02.2009, in Kategorie Strategie

Mir ist demletzt ein englischsprachiges PDF mit einem Tradingsystem von S. A Ghafari in die Hände geflattert, dass ich jetzt an dieser Stelle gerne mal vorstellen möchte. Ich habe das Setup bis dato nur mal kurz in meinem Oanda-Demokonto angelegt. Werde es wenn ich mehr Zeit habe einmal ausgiebig testen. Allerdings missfällt mir so ein Indikator-Feuerwerk wie in dem folgenden Setup eigentlich schon:

Chart: Candlesticks

Timeframe: Hierzu lässt sich Ghafari nicht aus. Ich bevorzuge 30S, allerdings für dieses System wird evtl. ein 5M Timeframe (gerne auch höher) die bessere Wahl sein.

EMAs:
EMA(13)
EMA(21)
EMA(55)

Oszillatoren:
MACD(8,21,8)
RSI(21,100,0) [es kommt beim RSI nur auf die Mittellinie bei 50 an, ansonsten wird kein Bereich für überkauft oder überverkauft definiert]

Das war’s auch schon an Technik, euer Screen sollte jetzt ungefähr wie folgt aussehen:

Ghafari Tradingsystem

Ghafari Tradingsystem

Für das Eröffnen einer Long-Position gibt es die folgende Regel:

  1. Die drei EMAs müssen unterhalb des aktuellen Kurses sein (d.h. die aktuelle Candle sollte oberhalb der EMAs entstanden sein)
  2. MACD muss zwei Balken über der Null-Linie anzeigen (es ist egal ob diese rot oder grün sind), es ist auch egal, ob dieser Balken schon komplett auf dem Schirm gezeichnet wurde oder gerade am Entstehen ist
  3. RSI muss sich über der eingezeichneten (oder gedachten ;) ) Trendlinie befinden

Für das Eröffnen einer Short-Position muss alles genau umgekehrt rum sein (also EMA obendrüber, MACD 2 Balken unter Null, RSI unter Abwärtstrendlinie).

Der Ausstieg aus so einem Trade findet statt, wenn die RSI-Trendlinie gebrochen wurde. Zum Einzeichnen so einer Trendlinie sollten jeweils die letzten(!) beiden Extremwerte (also Tiefpunkte beim Aufwärtstrend und Hochpunkte beim Abwärtstrend) verbunden werden. Hierbei sollte laut Ghafari darauf geachtet werden, dass die Extrempunkte sich auch in der Chart wiederfinden. Ansonsten verbindet man z.B. einen Minimalausschlag mit einem “richtigen” Extremwert und erhält eine völlig falsche Trendlinie. That’s it!

Das System scheint schon recht robust gegenüber Fehlsignalen zu sein. Auf die schnelle konnte ich mit dem Setup kein Einstiegssignal finden. Der Ausstieg über den ausbrechenden RSI scheint mir ebenfalls sehr solide zu sein – da legt man auf keinen Fall drauf. Es ist natürlich etwas langsam, d.h. das Signal kommt erst, wenn der Trend schon lange im Gang ist, allerdings haben ja alle Tradingsysteme zur Trendfolge, die Oszillatoren verwenden, dieses Problem (mehr oder weniger stark).

Dieses System lässt sich wahrscheinlich relativ gut im MetaTrader als mechanisches Handelssystem implementieren. Lediglich die Berechnung des Trendlinienbruchs für das Ausstiegssignal wird wahrscheinlich etwas tricky werden, aber ich wette darauf, dass man auch dafür eine gute Lösung finden kann.

Ich kann euch auch gerne das englischsprachige PDF an dieser Stelle zur Verfügung stellen (der Autor schreibt noch ein bisschen was zu seinem System, allerdings ist das PDF nicht sonderlich umfangreich [~8 Seiten]). Falls da Interesse besteht, bitte einfach die Kommentarfunktion hier unten verwenden:

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